
Essen Schwangere ungesünder?
Nein, im Allgemeinen ist eher das Gegenteil der Fall. Da aber bei Schwangeren die empfohlenen Aufnahmemengen bei Jod, Folsäure und Eisen stark erhöht sind, kommt es hier sehr häufig zu Unterversorgungen.
Um welche Krankheiten geht es, welche können verringert oder verhindert werden?
In aller Kürze stichwortartig:
- Folsäure um die Verringerung von kindlicher Fehlbildung
- Jod um die Verhinderung der Entstehung eines Kropfes bei Mutter und Kind und die Verringerung des Risikos geistiger Entwicklungsstörungen beim Kind
- Eisen um die Vermeidung der Eisenarmut (Anämie), die zu Herz-Kreislauferkrankungen führen kann
- Calcium um den Knochenaufbau
und die Verringerung bestimmter
Herz-Kreislauferkrankungen
sowie schwerer Komplikationen
in der Schwangerschaft
Ab wann soll man auf die »kritischen Vier« achten?
Bisher hieß es, dass die Frauen mit dem Eintritt einer Schwangerschaft besonders auf die Vitamin- und Mineralstoffversorgung achten sollten. Tatsächlich hängt aber der richtige Zeitpunkt davon ab, ob bzw. wie Sie bisher eine Schwangerschaft verhüten oder vor einer eingetretenen Schwangerschaft verhütet haben.
Wenn Sie – wie 26% aller Frauen – gar nicht verhüten, werden Sie nach Sexualverkehr im allgemeinen zu 30% auch schwanger. Frauen, die so ein Kind nicht ausschließen, sollten daher jederzeit die empfohlenen Mengen erreichen. Der Rest der Verhütenden sollte sofort nach Absetzen der Verhütungsmittel auf die »kritischen Vier« achten. Bei den Frauen, die die Pille nehmen oder genommen haben, ist dies in besonderem Maße erforderlich, da die Aufnahmefähigkeit einiger Mikronährstoffe (z.B. Folsäure und Jod) durch die Pille vermindert ist.




